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Eis Hotel in Kiruna

4. März 2011

Letzte Woche sind wir beim “Samstagsseminar” über die Grenze nach Schweden fahren um in Kiruna das Eis Hotel zu bestaunen. In Kiruna wird jedes Jahr für den langen Winter ein Eishotel errichtet. Dann kommen Künstler aus aller Welt und verewigen sich mit atemberaubenden Skulpturen und Schliffen ins Eis – zumindest für eine Saison. Kiruna liegt in Gegensatz zu Evenskjer nicht nur sehr nördlich sondern auch sehr kontinental. Dem zufolge ist es dort lange sehr kalt. Wir sind hier bei sau-schlechtem Wetter losgefahren. Es hat geregnet, Unmassen an Schnee sind geschmolzen und hat gestürmt. Nach 2 Stunden ins Landesinnere gen Schweden schien dann aber die Sonne und es lag genial viel Schnee. Überall und alles weiß. Ab und zu Rentiere, die erhaben inmitten der weißen Welt.

Nach 4 Stunden beim Eishotel fielen zuerst die vielen Touristen aus allen möglichen Ländern auf. Außerdem war dort grade eine Hochzeit und die Gäste standen mit feierlicher Kleidung im Schnee herum. Die Frauen mit kurzen Kleidern und Feinstrumpfhosen – bei minus Graden.

Das relative große Hotel ist echt abgefahren. Ein ganzes Gebäude nur aus Eis und Schnee und nichts hat gefehlt. Rezeption, Foyer, eine Bar, fantastische Zimmer und sogar eine Kirche. Es gibt einfache ausgestattete Zimmer aber auch eine ganze Reihe “Art Suites”, die von einzelnen Künstlern detailliert und imposant ausgearbeitet wurden. Jedes mal wenn man ein neues solches Zimmer betreten hat, blieb einem der Atem kurz weg und man staunte jedesmal neu…

Aber seht selbst! Die Betten durch die Felle wirklich ganz weiß und die Eismöbel auch nicht die unbequemste – nur unglaublich kalt. Im Hotel herrscht eine Temperatur von -5° und nach einer Weile fängt man einfach an zu frieren. Deshalb übernachten die meisten Gäste wahrscheinlich auch nur eine Nacht. Und dann können sie sagen: “Ich hab mal in einem Eishotel übernachtet.” Aber auch ganz ohne Übernachtung bin ich hin und weg, das war echt klasse!

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Frühstück mit Ulli, Intermezzo Berlin

4. März 2011

Seid gegrüßt mein Freunde! Jetzt bin ich wirklich schon ein ganzes Jahr hier in Norwegen, die Zeit ist in Nachhinein total schnell vergangen und die letzen 3 Monate die noch vor mir liegen sind im vergleich zu dem, was hinter mir liegt, ein Klacks.

Wahrscheinlich ohne dass die meisten von euch davon wussten, war ich vor ca. 2 Wochen für ein paar Tage in Berlin. Wir hatten ein verlängertes Winterferien-Wochenende und haben die Chance genutzt noch einmal aus Soltun rauszukommen. Es war total schön mal wieder in Berlin zu sein. Vor allem wenn man hier so ab vom Schuss ist ist es toll voll ins urbane Leben einzusteigen. In Berlin war grad Berlinale, einen Film haben wir aber nicht gesehen. Dafür hab ich interessante Ort gesehen, war im Deutsch Historischen Museum und hab sündhaft gutes Essen in verschiedenen Restaurants und bei Jasmin Vater zu Hause gegessen. Außerdem hab ich mit Ulli in einem schönen Café in Kreuzberg gefrühstückt :) Das war dann so zufriedenstellend, dass Ulli auf dem Weg zur U-Bahn, ganz benommen, drei mal mit seinem Fahrrad (wohlgemerkt: schiebend) gegen Autos und andre Hindernisse gefahren ist.

Zwar war der Aufenthalt in Deutschland diesmal sehr kurz aber dennoch nicht minder schön. Der nächste wird dann wohl der vorerst letztendliche sein :-)

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Nordlichter

10. Februar 2011

Nachdem ich schon oft kleine, schwache bis mäßig leuchtende Nordlichter auf Soltun gesehen habe, ereignete sich am 2. Februar ein wahres Naturspektakel. Durch starke Sonnenwinde gab es ca. eine halbe Stunde lang phänomenale Nordlichter zu sehen!

Zuerst durchzogen intensiv grüne Schleifen den Himmel. Aber dann plötzlich stand alles wie unter Strom und die Lichter im Himmel tanzen und wechselten ihre Faben von grün über gelb bis in zu rot. Dabei hatten die Lichter immer wieder die Form von Schlieren/Kristallstücken, so als wenn man mit einer starken Taschenlampe in  Wasser leuchtet und sieht wie sich das Licht unter der Oberfläche trübt.

Nordlicht nahe Soltun

Das war der absolute Oberhammer als der Himmel plötzlich aufloderte. Ich war total aufgeregt und aus dem Häuschen und total baff! Sowas sieht man auch so weit im Norden nicht alle Tage. An dem Tag konnte man Nordlichter in ganz Oslo sehen obwohl dies normalerweise nur in Nord Norwegen der Fall ist.

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Seminar in Südnorwegen

9. Februar 2011

Vom 17-24. Janaur haben sich alle Norwegenfreiwilligen in dem kleinen Ort Moi nahe Kristiansand auf der Lundheim Folkehøgskole eingetroffen und ein Seminar zu manifestieren – also wir hatten eben ein Seminar. Wie immer war es sehr schön einen neuen Teil Norwegen zu entdecken. Es lag sehr viel Schnee, der leider grade zu schmelzen begann. Ich hab noch nie erlebt das es so übertrieben glatt an einem Ort gewesen ist!

Das Seminar selbst war wirklich richtig gut. Wir hatten denk ich mal alle Spaß und haben viel gelernt, viele Erfahrungen ausgetauscht und mit Schülern der Schule zusammen gearbeitet. Wir haben ein Altersheim besucht und richtig spannende Gespräche mit Zeitzeugen der deutschen Okkupation Norwegens gehabt. Der Besuch im Altersheim hat mich wirklich echt sehr positiv “überrascht”. Ich hatte doch irgendwie meine Vorurteile, da ich auch noch nie in einem war aber es war echt richtig klasse.

Auf dem Weg zum Bahnhof in Moi mussten wir vom Schulberg runter in Tal. Ein Fußmarsch von vielleicht 20 Minuten. Es war aber so glatt das man einfach nur gerutscht ist, sodass sich einige auf ihren Koffer gesetzt hatten und kleine Stücke “Koffer” gefahren sind. Mich hats gleich 2 Mal auf die Nase gelegt…

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Soltun 2011

9. Februar 2011

Schnell waren alle nach den Winterferien wieder im Schulalltag drinnen und alles hat mehr oder weniger seinen gewohnten Lauf genommen. Die Schule hat endlich wieder ein neues “kleines” Auto bekommen, was man mit normalem Führerschein fahren kann. Ein alten Toyota Bus. Das ist ein riesen Vorteil für uns da wir dann schneller mal ins Dorf und in die Stadt kommen und besser als Støttekontakt arbeiten können. Jasmin und ich sind für je eine Person ein, wenn man es schlicht übersetzt, Stützkontakt. Das bedeutet wir gestalten unsere Freizeit zusammen und kommen mal aus der Schule raus. Letzte Wochen waren wir so erstmals in Harstad. Wir haben einige Einkäufe erledigt und waren im Kino. Jasmin und ich mussten als Begleiter nicht mal was bezahlen :-) Es ist schön, dass wir jetzt so doch noch eine Art ausgleich zu der Arbeit auf der Schule haben und wir verdienen auch ganz einfach ein bisschen Geld dazu.

Ansonsten sind mittlerweile viele Schüler verreist. Einige auf Weltreise andere machen ein Praktikum in Afrika oder Norwegen (die Peacebuilding Klasse). So ist  und wird es noch ruhiger werden und ich habe jetzt mehr Kontakt zu den Schülern der Internationalen Linie und Allsidig. Ich hab schon ein paar total gute somalische und afghanische Kartenspiele gelernt ;-)

Das Wetter ist jetzt die ganze Zeit sehr schön. Es ist zwischen -5 und -10 Grad kalt und es liegen zwischen 50 und 100 cm Schnee. Im Wald liegt immer mehr als auf Feld und Flur, warum weiß ich eigentlich auch nicht – mh…  Ich muss jetzt wenn es wieder heller wird, was es tut, unbedingt wieder Ski fahren!

Anfang Februar hab ich hier seit Mitte November das erste mal die Sonne wieder gesehn.

Ich muss mir wieder angewöhnen ein paar mehr Fotos von allem zu machen.

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Rückblick 2010

15. Januar 2011

Hier in kleiner Rückblick auf Jahr 2010 in Norwegen. Highlights und Momente aus den letzen 9 Monaten…

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Weichnachten und Neujahr

12. Januar 2011

Über Weihnachten und Silvester war ich wie die meisten von euch wohl mitbekommen haben in Deutschland. Ich bin bereits am ersten Ferientag zusammen mit Jasmin nach Berlin geflogen und bin dann dort auch bis zum 22.12 geblieben. Vorher bin ich nie länger als 2 Tage in Berlin gewesen und so hab ich mich von Jasmin ein bisschen in der Hauptstadt herum führen lassen und hab die Gelegenheit genutzt auf den letzten Drücker Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Zurück in Hagen war es toll Familie und Freunde wieder zu sehen. Die Hagener standen alle alle nach 20 Minuten auf meiner Matte. Es war irgendwie unspektakulär aber trotzdem schön.

Unser wunderschöner kleiner Weihnachtsbaum

Silvester hat hervorragend in die Hagener-Historie gepasst. Keinen Plan bios zur letzten Minute. Dann doch alles komplett anders als gedacht dafür aber mit monströsen Frikadellen. Silvester haben dann doch alle trotz Angst ohne zu Schaden zu kommen überstanden. Aber das kaputte Möbelstück gab es dann doch noch in Form eines Stuhls. Allerdings keine 300 Jahre alt.

Mit offenen Rechnungen (Max du bekommst dein Geld) bin ich dann gleich am 1. Januar wieder auf nach Berlin von wo aus ich am 4.1 wieder nach Soltun fliegen sollte. Die Zeit in Deutschland war viel zu kurz und mit etwas getrübten Gedanken ging es dann wieder nach S0ltun. Ich hab mich aber auch Schnee und Eis gefreut, allerdings nur so lange bis ich in meine Wohnung wollte, diese aber durch Schnee und eine Dachlawine nicht mehr zu öffnen war…

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Blau zu Schwarz

6. Dezember 2010

Mørketida i Nord Norge! Die Sonne geht hier nicht mehr auf und es ist die meiste Zeit vom Tag dunkel. Ca. 4 Stunden gibt es dann noch sowas wie Licht… Wenn man sich nicht total diszipliniert wird man total müde in dieser Zeit. Es ist tödlich lange zu schlafen und aufzuwachen wenn es wieder dunkel ist das wird man einfach NICHT mehr wach. Dadurch schläft man dann noch länger und nachts wenn man schlafen will klappt es dann nicht. Ein teufelskreis… Doch: Ich werde ihn durchbrechen denn ich werde sehr bald nach Deutschland zurückkommen und hoffentlich mit strahlendem Sonnenscheim begrüßt. Ich freu mich total über Weihnachten und Silvester zu Hause zu sein, zurück in Deutschland – man das klingt toll. Am 16. flieg ich und bleib knapp eine Woche bei Jasmin in Berlin bevor ich mich dann nach Stade und Hagen aufmachen werde.

Letzte Woche hab ich aber dafür ein super tolles Nordlicht in der Dunkelheit gesehn, richtig stark grün und rosa und das ist so ein bisschen explodiert wie diese alten Windows Bildschirmschoner wo ein Stern so gegen den Bildschirm prallt und mal größer und kleiner wird. Ich hab versucht ein Foto zu machen doch das kommt dem “Sehen” nicht nahe.

Ein cooles Nordlicht über unserer Wohnung

Die letzten Wochen waren ansonsten wenig speziell, die Schüler sind total lame, es sind ein paar leute krank geworden und wir mussten ein bisschen mehr arbeiten, ein teil der Schule ist in New York, darunter ein Schüler der viel Hilfe braucht und n Sack ist, das ist also super angenehm. Die Schule ist unorganisert wie immer und es verwundert mich das hier eigentlich noch nie irgendwas passiert ist… Aber so ist das auf Soltun, das klappt schon irgnedwie.

Ich hab angefangen ein bisschen Stricken zu lernen, das machen hier superviele und viele können das auch echt mega gut. Jeder Supermarkt hat immer so eine eine eigene Wollecke. Jasmin wurde fast schon angemacht als sie meinte sie kann nicht stricken. “Was du kannst nicht stricken, echt?” Bei mir wurde das aber gebilligt, obwohl auch einige von den Jungs stricken. Ich versuche mich grade an einem Stirnband, das ist so das einfachste was man machen kann. Ich hab mir auch gleich die fetteste Wolle ausgesucht dann geht das am schnellsten ich hab schon ca. 1 cm fertig :)

Sonst geht hier alls seinen gewohnten Lauf und ich freue mich dem dann für fast 3 Wochen entfliehen zu können, ich freu mich so euch alle zu sehen, das wird legendär ;-)

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Schnee

23. Oktober 2010

Seit Mitte Oktober liegt hier jetzt auf Soltun ein bisschen Schnee. Soviel, dass alles grade so bedeckt ist.  Letzten Mittwoch am 20.10 wurde dann aber aus ein bisschen Schnee ein ganzes Stückchen mehr Schnee. Es lagen dann so  zwischen 20 und 30 cm, das war richtig cool. Für das was man so aus Deutschland kennt war das richtig viel Schnee.

Alles Grau und Kahle wurde dann weiss und schön. Das hat ein irgendwie total glücklich gemacht weil auf einmal alles so friedlich und ruhig aus sah. Total toll.

Ein absolut genialer Schneemann mit riesem Topf als Hut ;-)

Ich hab die Gelegenheit dann auch gleich genutzt und zusammen mit Jasmin und ein paar Schülern einen fantastischen Schneemann gebaut. Die letzte Kugel haben wir mit einer Leiter auf die anderen beiden gesetzt  ;)

Sehr schöne Tage…

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Herbstferien

23. Oktober 2010

Nach dem richtig schlechten Sommer in Norwegen hatten wir nochmal ein paar richtig tolle Herbsttage mit richtig klarem, sonnigen und nachts kaltem Wetter. Ich hab glaub ich noch nie in meinem Leben so schöne Farben von Bäumen und dem Wald allgemein gesehen. Die Berge im Hintergrund die jetzt wieder weisse Spitzen haben. Herrlich. Doch damit war Schluss als die Herbstferien anfingen ;) Es wurde kälter und über Nacht haben alle Laubbäume ihre Blätter verloren. Von bunt und hübsch zu kalt und kahl. Wir waren dennoch guter Laune, denn wir waren auf dem Weg Matthias und Elisabeth zu besuchen. Das sind die Leute die ich in Norwegen kenne. Die hatte ich schon richtig lange nicht mehr gesehen und nun spreche ich ja auch mehr oder minder gut Norwegisch. Jasmin und ich sind mit den Hurtigruten, den traditionsreichen Transportschiffen Norwegens, von Harstad nach Sandnessjøen gefahren. Wir haben 50% Studentenrabatt bekommen und haben keine Kabine auf Deck gehabt noch haben wir da was an Essen gekauft. Sonst wär das mega teuer geworden, da die Huritgruten heutzutage eigentlich eher Luxusdampfer für Touristen sind. Wir sind insgesamt 29 Stunden gefahren und haben ca. 50 Euro bezahlt. Das war ganz cool mal mit den Hurtigruten zu fahren. Man hat die meiste Zeit ein Hammer Panorama aber dennoch wird es irgendwie schnell langweilig, vor allem wenn man sich nachts nicht hinlegen kann. Vllt. eher was für ältere Leute. Also eine längere Tour von Bergen nach Kirkenes stell ich mir mega langweilig vor.

Lasse passiert mit den Hurtigruten den Polarkreis, das soll auch der globus verdeutlichen.

Es war richtig schön die alle mal wieder zu sehen und sich zu unterhalten. In dem Haus mit zu Wohnen war auch total angenehm. Wir haben uns ein bisschen in Sandnessjøen, Mosjøen und der näheren Umgebung umgeguckt. Leider hatten wir immer sehr bescheidenes Wetter. Das war ‘n bisschen blöd. Wir haben auch noch den Sohn von Matthias und Elisabeth besucht, der selbst verheiratet ist und 2 Kinder hat. Olea hab ich vor 2 Jahren schon kennengelernt. Da war sie 1,5 Jahre alt. Die hat sich total verändert. Total cool ich hab noch das Spielzeug gesehen was ich ihr damals mitgebracht hatte. So ein süssen Stoffball, der lag in der Spielecke rum :)

Die Sjøgata in Mosjøen, die längste Holzhausreihe in Europa glaub ich, auf jeden Fall in Norwegen. Schön, wenn auch hier auf dem Foto trist.

4 Tage waren wir insgesamt dort. Plus 2 mal 30 Stunden Fahrt. Die Ferien sind somit total schnell vergangen. Doch jede Pause tut gut wenn man mal die Möglichkeit hat aus dem Umfeld herauszukommen. Dann kann man mal richtig abschalten, das ist nicht immer ganz einfach da wir ja mit auf dem Internatgelände wohnen.

Als wir angekommen sind, lag überraschender Weise ein bisschen Schnee auf Soltun.

Und es sollte mehr folgen…

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